DFG-Projekt: Aufbau einer virtuellen Forschungsumgebung für die Ostasienwissenschaften

Projektübersicht

Institution:

Öffnet externen Link in neuem FensterStiftung Preußischer Kulturbesitz
Staatsbibliothek zu Berlin

Projektleitung:

Matthias Kaun
Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin

Kooperationspartner des Projekts:

  • Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin
  • Seminar für Sinologie und Koreanistik der Eberhard Karls Universität Tübingen, DFG-Forschergruppe 596
  • Institut für Sinologie der Universität Heidelberg(Exellenzcluster), Projekt: „Chinese Media History“ und „Early Chinese Law“

 

Mitarbeiter:

Lars Holtrup

Förderung:

Öffnet externen Link in neuem FensterDeutsche Forschungsgemeinschaft

Öffnet externen Link in neuem FensterProjektseite in der GEPRIS-Datenbank der DFG

Laufzeit:

1.3.2010 - 31.8.2011

Kontakt:

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailMatthias Kaun

Homepage:

Öffnet externen Link in neuem FensterHomepage

Beschreibung des Projekts

Zugang zum CrossAsia Campus:

Der Zugang zur Virtuellen Forschungsumgebung CrossAsia Campus steht allen offen. Eine Registrierung ist notwendig. Diese erfolgt über die Registrierungsseite CrossAsia. Sollten Sie zu einer Einrichtung gehören, die Berechtigung zur Nutzung der lizenzpflichtigen Inhalte von CrossAsia hat, so ist keine weitere Registrierung notwendig. Sie erhalten mit Ihrer Anmeldung Zugang zum CrossAsia Campus.
Sollten Sie keine Berechtigung zur Nutzung der lizenzpflichtigen Inhalte haben, registrieren Sie sich bitte, um CrossAsia Campus oder das Forum zu nutzen. Der Zugang zu den lizenzpflichtigen Inhalten kann Ihnen nicht eingeräumt werden.

Sollten Sie selbst eine virtuelle Arbeitsgruppe im Bereich CrossAsia Campus administrieren, wenden Sie sich bitte an x-asia(at)sbb.spk-berlin.de. Sie erhalten dann Zugang zum CrossAsia Campus Administrationssystem.

Hintergrund

Die Staatsbibliothek zu Berlin betreut seit 1951 das Sondersammelgebiet Ost- und Südostasien und betreibt in Zusammenarbeit mit mehreren ostasienwissenschaftlichen Instituten und Einrichtungen die Virtuelle Fachbibliothek Ost- und Südostasien – CrossAsia. Neben den bekannten Modulen einer Virtuellen Fachbibliothek (Metasuche, Fachinformationsführer) bietet die Staatsbibliothek zu Berlin seit 2002 Zugang zu mehr als 90 kosten- und lizenzpflichtigen Datenbanken aus Ostasien an.Ziel des DFG geförderten Projekts war es, Wissenschaftlern und Forschungsverbünden eine technische Plattform zu bieten, über die u. a. die im Rahmen des SSG 6,25 lizenzierten Datenbanken orts- und zeitunabhängig wie bisher zugänglich sind; darüber hinaus sollen den Nutzern virtualisierte Arbeitsumgebungen zur Verfügung gestellt werden, die sowohl die Zugänge zu den über CrossAsia verfügbaren Ressourcen als auch den Zugang zu Datenbanken und Volltexten, die lokal z. B. über eine Universitätsbibliothek oder die MPG lizenziert wurden, sicherstellen. Das Abspeichern von Inhalten sowie das Erstellen von Dokumenten ist in diesem System durch verfügbar gemachten Online Speicherplatz ermöglicht worden. Die Nutzer werden in die Lage versetzt, ihre lokalen Daten auf ihrer Workstation mit denen der zentralen CrossAsia-Infrastruktur zu synchronisieren. Darüber hinaus kann (internationalen) Forschungsverbünden über Rechte-Management die Möglichkeit eingeräumt werden, gemeinsam diese Infrastruktur zu nutzen und Dokumente und Volltexte über diese zentral organisierte Plattform auszutauschen.

Projektziele

Ziel des geförderten Projekts war, nicht nur den Zugang zu den lizenz- und kostenpflichtigen ostasiatischen Datenbanken über neue technische Verfahren für die Nutzer erheblich zu vereinfachen, sondern CrossAsia zu einem Forschungsverbund auszubauen. Bislang unterstützte CrossAsia, als die informationstechnische Plattform des SSG 6.25, Forschung und Lehre durch den Zugang zu fachrelevanten Informationen und Ressourcen. Innerhalb der Ostasienwissenschaften wird CrossAsia von Forschern als Einzelpersonen und als Portal zu relevanten elektronischen Ressourcen genutzt. Durch neue technische Verfahren werden heute sowohl der einzelne Wissenschaftler als auch Forschungsgruppen in die Lage versetzt, CrossAsia als eine Plattform für die individuellen Projekte und die Arbeit in Verbünden zu nutzen, über die ein Informationsaustausch vereinfacht bzw. ermöglicht wird.
Nach einer Test- und Entwicklungsphase in Kooperation mit den Partnern in Tübingen, Heidelberg und Berlin (s.o.) ist es heute möglich, jedem registrierten Nutzer über die virtuelle Forschungsumgebung Zugang zu den CrossAsia Datenbanken und Informationen zu bieten und gleichzeitig die Durchlässigkeit zur eigenen Workstation durch Nutzung von WebDAV zu ermöglichen. Jede registrierte  Nutzerin und jeder Nutzer erhalten nach der Anmeldung an CrossAsia ihren virtuellen Zugang zu CrossAsia Campus.

WebDAV bietet registrierten Nutzerinnen und Nutzern Zugriff sowohl auf einen persönlichen Online Speicherbereich, aber auch auf einen gemeinsamen Speicherbereich einer oder mehrerer Forschungsgruppen, in der er Mitglied ist, so wie auf einen Bereich, in dem Materialien weltweit veröffentlicht werden können (eingeloggte CrossAsia-Nutzer haben Zugriff auf ihre CrossAsia Campus Umgebung).

In CrossAsia wurde ein neues CrossAsia Campus Rechte-Management eingeführt, welches den Zugriff auf den zentral bereitgestellten Speicherbereich ermöglicht und sichert.

Neben dem individuellen Zugang zu dieser virtuellen Forschungsumgebung wurde mithilfe dieser Nutzerverwaltung die Möglichkeit geschaffen, Forschungsverbünden (auch internationalen) eine Infrastruktur zu bieten, die die Aufgaben und Kommunikation bei der wissenschaftlichen Arbeit unterstützt. Hierbei wird darauf geachtet, dass gerade internationale Verbünde aufgrund der vorliegenden Lizenzbedingungen gesondert betrachtet werden müssen: Während Angehörige von Institutionen, die am Blauen Leihverkehr teilnehmen, als registrierte Nutzer von CrossAsia Zugang zu den lizenzierten Datenbanken erhalten, kann dieser Zugriff z. B. wissenschaftlichen Kollegen aus dem Ausland nicht automatisch eingeräumt werden. Diese Nutzer können jedoch, um die Arbeit des Forschungsverbunds zu unterstützen, uneingeschränkt die Forschungsumgebung nutzen; allein der Zugriff auf die in Berlin lizenzierten Datenbanken ist nicht möglich.

Über die gemeinsame CrossAsia Campus Plattform können Dokumente und Texte auf zentral organisierten Festplatten vorgehalten werden und stehen anhand der Zugehörigkeit zu einer Forschungsgruppe allen Gruppenmitgliedern zur Verfügung. Externe Nutzer können nach einer gesonderten Registrierung den bestehenden Forschungsgruppen zugeordnet werden und erhalten Zugang zu der virtuellen Forschungsumgebung und den gemeinsam organisierten Festplatten, um Dokumente innerhalb der Gruppe auszutauschen. Darüber hinaus wird zukünftig für die jeweiligen Nutzer der Zugang zu ihren lokal lizenzierten Datenbanken und Volltexten gewährleistet sein, so dass diese neue Plattform dem wissenschaftlichen Austausch von Dokumenten und Informationen dienen wird.

Nutzern von CrossAsia Campus steht, wie bereits ausgeführt, innerhalb der virtuellen Forschungsumgebung neben den Ressourcen und Festplattenkapazitäten ihrer eigenen Workstation weitere, zentral an der Staatsbibliothek zu Berlin organisierte Festplattenkapazitäten zur Verfügung, auf der Dokumente und Texte aus den Datenbanken und weitere Inhalte der Virtuellen Fachbibliothek abgelegt werden können. Der Ausdruck von Inhalten auf einem lokalen Drucker bzw. deren Abspeichern auf der lokalen Workstation ist einfach möglich.

Alle Eigentumsrechte an den von den Wissenschaftlern erstellten bzw. in CrossAsia Campus eingestellten Daten und Dokumenten bleiben selbstverständlich unberührt.