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Digitale Sammlungen

Zugang zu den verschiedenen digitalisierten Sammlungen im Kontext von CrossAsia.

Die Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin hat begonnen ausgewählte Teile ihrer Bestände zu digitalisieren. Das von der DFG geförderte Projekt umfasst fünf Teile mit originalsprachlichen Materialien: die tibetischen Texte der Sammlung Waddell, die mandschurische Sammlung, die alte Japan-Sammlung, die alte China-Sammlung und die Sammlung Hänisch. Als sechster Teil werden die über 4000 Titel an westlichsprachigen Beständen mit Ostasienbezug bis zum Publikationsjahr 1912 digitalisiert. Teile der Digitalisate werden bis auf Kapitelebene erschlossen und suchbar gemacht. Erste Ergebnisse der westlichen Bestände können in der Präsentationsoberfläche der "Digitalen Sammlungen" der Staatsbibliothek zu Berlin eingesehen und durchsucht werden.

2013 wurden wichtige Schritte auf dem Weg einer virtuellen Rekonstruktion der alten Ostasiensammlung der Preußischen Staatsbibliothek unternommen. Gefördert mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und in Kooperation mit der Biblioteka Jagiellońska in Krakau, Polen, konnten die kriegsbedingt heute in Krakau lagernden Bestände der Ostasienabteilung nahezu vollständig digitalisiert werden. Die Sammlung wird nun katalogisiert und die Titel danach in den Digitalen Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin präsentiert.

Zur Ostasien-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin gehören fünf Serien mit insgesamt 64 Drucken von Schlachtenkupfern, die der Qianlong Kaiser der Qing-Dynastie anlässlich seiner Feldzüge und Militärexpeditionen hat anfertigen lassen. Sie stellen eine kunsthistorische Besonderheit dar und sind ein wichtiges Dokument der Selbstdarstellung mandschurischer Herrschaft im chinesischen Reich.

aus der späten Qing-Zeit. Die Beschreibung der insgesamt 181 Manuskript-Karten ist dem ersten Band der Reihe "Verzeichnis der Orientalischen Handschriften in Deutschland" entnommen und wird mit freundlicher Genehmigung des Franz Steiner Verlags hier präsentiert.

Die Digitale Bibliothek Lao Manuscripts (DLLM) umfasst Scans von nahezu 12.000 Texten aus ganz Laos und zahlreiche Hintergrundinformationen, um sie der Forschung zur Verfügung zu stellen. Partnerinstitute sind die National Library of Laos, die Universität Passau und die Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

Die Digital Library of Northern Thai Manuscripts (DLNTM) macht Texte der Region für Forschung und Wissenschaft zugänglich. Die Datenbank umfasst Digitalisate von derzeit mehr als 4.200 Texten, die gesucht, angeschaut und heruntergeladen werden können; sie wird weiterhin um Inhalte ergänzt. Die  Projektpartner sind u.a. die University of Pennsylvania, Chiang Mai University, the National Library of Laos, und die Staatsbibliothek zu Berlin. Das Projekt wird von der Henry Luce Foundation und dem Deutschen Auswärtigen Amt finanziert.

Alternate

Zu den ca. 280.000 Bänden südasienwissenschaftlicher Literatur im Bestand des Sondersammelgebiets Südasien an der Bibliothek des Südasien-Instituts in Heidelberg gehören auch seltene Publikationen aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert. Ausgewählte Werke werden in den Digitalen Sammlungen der Universitätsbibliothek Heidelberg präsentiert und über CrossAsia öffentlich zugänglich gemacht. Neben historischen Reiseberichten und landeskundlichen Werken liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Digitalisierung der Werke deutschsprachiger Indologen.

Günther-Dietz Sontheimer (1934-1992), ab 1977 Professor am Südasien-Institut (SAI) in Heidelberg für Religionsgeschichte Südasiens, wo er auch traditionelles indisches Recht, Marathi und Marathi-Literatur lehrte, hat in seinen dreißig Forschungsjahren etwa 22.000 Dias aufgenommen. Alle Dias wurden im Rahmen der Heidelberg Research Architecture (HRA) des Exzellenzclusters „Asia and Europe in a Global Context – Shifting Asymmetries in Cultural Flows“ (EXC Asia) digitalisiert und in der Bilddatenbank HeidICON mit Metadaten erschlossen.

Das Hiteshranjan Sanyal Memorial Archiv umfasst eine große Sammlung von Texten und visuellen Materialien mit einem Fokus auf dem kolonialen Bengalen. Im Jahr 1993 hat das Centre for Studies in Social Sciences, Calcutta (CSSSC) damit begonnen, frühe Bengali-Zeitschriften aus der Kolonialzeit zu verfilmen und zu digitalisieren. Diese einzigartige Sammlung schließt auch seltene Bengali-Bücher sowie Zeitschriften und Bücher in Assamesisch ein. Auf der Basis eines Memorandum of Understanding zwischen dem CSSSC und dem Südasien-Institut der Universität Heidelberg wird ein Teil dieser Sammlung nun in den Digitalen Sammlungen der Universitätsbibliothek Heidelberg präsentiert und über  CrossAsia Repository öffentlich zugänglich gemacht.